Auch wenn wir es niemanden wünschen, kleine Missgeschicke passieren und die Sicherheit am Berg geht schließlich vor. Deshalb haben wir hier ein paar kleine Tipps und Tricks für den Fall der Fälle, falls es doch zu einem kleinen „Hoppala“, also einem Missgeschickt, am Berg kommt. Denn schließlich sollen der Urlaub und die schöne Zeit am Wilden Kaiser im Mittelpunkt stehen.

 

Auf alle Fälle vorbereitet sein

Am Berg, egal ob Winter oder Sommer, ist eine gute Ausrüstung das A und O für die Sicherheit am Berg. Neben gutem Equipment sollte auch eine kleine Apotheke für den Notfall mit dabei sein. Wir empfehlen hier immer ein wenig Sonnencreme, ein Allround-Pflaster, ein kleiner Verband sowie Desinfektionsspray und eine Flasche Wasser. Außerdem sollte man immer die wichtigsten Telefonnummern mit im Gepäck haben, falls doch Hilfe verständigt werden muss.

Außerdem sollte man bei der Sportausrüstung nicht sparen und sich für das entsprechende Gelände ausrüsten. Gute Wanderschuhe die passen und Halt geben sind das Um und Auf, während die Ski den Konditionen und dem eigenen Können angepasst sein sollten.

Sicherheit am Berg

Gute Wanderschuhe sind wichtig

 

TIPP Notieren Sie sich also alle wichtigen Nummern wie:

Bergrettung: 140

Alpiner Notruf: 112

Rettung: 144

Polizei: 133

Feuerwehr: 122

Abschürfungen und kleine Verletzungen

Kommt es zu einem Sturz, dann sind kleine Abschürfungen oder offene Wunden meist sehr häufig, besonders beim Tragen kurzer Kleidung im Sommer. Setzen Sie sich kurz hin, atmen Sie tief durch, auch wenn es manchmal zu etwas mehr Blut kommen kann. Wichtig ist es, dass Sie die Wunde mit sauberem Wasser waschen und danach unbedingt desinfizieren. Haben Sie kein Verbandsmaterial dabei, dann sollten Sie unbedingt zur nächsten Hütte gehen oder jemanden schicken. Danach sollten Sie auch ärztlichen Rat einholen und die Wunde fachgerecht reinigen lassen, damit es danach zu keinen Entzündungen oder unschönen Narben kommen kann.

 

Der Klassiker: Verstauchung

Besonders in der warmen Jahreszeit sind Verstauchungen der absolute Klassiker und passieren viel schneller als man denkt. Vorbeugend sollten Sie sich, wie bereits erwähnt, unbedingt gutes Schuhmaterial zulegen. Außerdem sind ein paar Aufwärmübungen für Knöchel und Fuß ganz gut, falls Sie direkt im felsigen Gebirge losstarten. Ansonsten sollte man auch so manche Gebirgswanderwege nicht unterschätzen und vielleicht erst mit kleineren Runden in Tal-Nähe anfangen, bevor Sie wirklich ganz oben die Gipfel besteigen.

Tipp: Haben Sie sich verstaucht und spüren einen starken Schmerz am Knöchel, sollten Sie unbedingt sofort anhalten und sich Ihren Fuß genauer ansehen. Kühlen Sie die betroffene Stelle sofort (bei einem kalten Bach oder in einer nahegelegenen Hütte) und versuchen Sie, einen elastischen Verband anzulegen, der Ihren Fuß stützt. Auch Hochlagern hilft sehr gut. Danach sollte unbedingt bei einem Arzt abgeklärt werden, ob Bänder nur überdehnt sind oder auch eingerissen wurden.

Sicherheit am Berg

Foto: © TVB Kufsteinerland / Lolin

Eine Verkühlung ist schneller da, als man denkt 

Nicht nur im Winter kommt es schnell zu einer Verkühlung am Berg. Wir sitzen entspannt in der Sonne und genießen die kühle Luft nach einer anstrengenden Bergtour oder ein paar rasanten Abfahrten. Dabei merkt man zumeist gar nicht, dass der Körper dabei komplett auskühlt und die feuchte Kleidung im Wind noch viel kälter auf uns einwirkt. Auch wenn wir im Moment nicht spüren, holt uns der Schnupfen am Tagesende im Tal schneller ein, als wir zu glauben meinen.

Tipp: Eine dünne Mütze im Winter schützt unseren Kopf, wenn wir nach dem Skifahren den Helm abnehmen. Auch im Sommer können wir ein dünnes Tuch um unseren Hals legen, um der frischen Bergluft nicht zu sehr ausgesetzt zu sein. Außerdem sollten Sie auch nicht mit nasser Kleidung nach der Anstrengung direkt in der Zugluft sitzen. Ein dünnes Shirt zum Wechseln sollte daher immer im Rucksack sein.

Die Sonne nicht unterschätzen

Auch wenn es nicht schöneres gibt, als nach einem anstrengenden Aufstieg vor der Hütte auf der Terrasse zu sitzen und das atemberaubende Bergpanorama des Wilden Kaisers zu genießen, sollte man einen Blick auf die Sonne werfen. Denn die schadet am Berg genauso sehr wie am Meer, auch wenn es sich zunächst nicht so anfühlt. Aufgrund der Höhenmeter sollten Sie also immer zumindest Ihr Gesicht eincremen und so vor möglichen Sonnenbränden schützen.

 

Überanstrengung und Kondition im Auge behalten

Besonders häufig passiert es auch, dass wir uns komplett unterschätzen und unsere Ausdauer nicht ausreichend kennen. Es ist daher besonders wichtig, sich vorher über den geplanten Weg zu informieren, damit Sie die Route richtig einschätzen können. Besonders die erste Wanderung des Jahres kann uns ganz schön überfordern, wenn die Kondition nicht mehr so recht mithält.

Tipp: Viele Pausen einlegen und auf den Körper hören. Wenn Sie merken, dass Ihr Körper nachlässt, Ihnen schwindelig wird oder Sie schlecht Luft bekommen, dann sollten Sie sich unbedingt setzten. Gehen Sie weiter und ignorieren dieses Warnzeichen, dann kann es zu schlimmeren Verletzungen durch Stürze oder ähnliches kommen.

Sicherheit am Berg

Pausen einlegen: Foto: © TVB Kufsteinerland / Lolin

 

Was absolut niemand braucht: Blasen an den Fersen  

Das furchtbarste, was es an nervigen Dingen am Berg gibt, sind Blasen. Egal ob im Wanderschuh oder den Skischuhen, einmal eine Blase gerieben, ist der ganze Tag hinüber und wird immer schmerzlicher. Also vorbeugend unbedingt Schuhe eingehen, richtige Größe kaufen, im Fachgeschäft ausreichend beraten lassen und sofort eine Pause einlegen, wenn Sie merken, dass es wo zwickt.

Außerdem ist die Investition in ein Blasenpflaster für den Urlaub unbezahlbar und nachdem es so klein ist, passt es auch in jede Geldtasche.

Sicherheit am Berg geht vor und kann mit ein paar kleinen Handgriffen und ein bisschen Organisation ganz einfach geschaffen werden. Seien Sie also für alle Fälle vorbereitet und genießen Sie Ihren Urlaub am Wilden Kaiser so unfallfrei wie möglich.